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Zimmerei verkaufen: Was Käufer an Halle, Abbund und Aufträgen prüfen

Eine Zimmerei kaufen meist Meister aus dem Team, Wettbewerber, Dachdecker- oder Holzbauunternehmen, die Kapazität und Fachkräfte suchen. Käufer schauen auf Halle und Abbundtechnik, auf den Mix aus Holzbau, Dachsanierung und Neubau, auf die Planung und darauf, ob Bauleitung und Kalkulation am Inhaber hängen.

Hinweis: Artikel und Inhalte sind keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzen keine Beratung durch Rechts- und Steuerexperten.

Eine Zimmerei vereint Handwerk und Industrie. Auf der einen Seite die Zimmerleute auf dem Dach, auf der anderen eine Halle mit Abbundanlage, Holzlager und oft eigener Planung. Wer eine Zimmerei kauft, kauft beides: ein eingespieltes Team und eine Fertigung, die viel Kapital bindet.

Das macht den Verkauf anspruchsvoller als bei vielen anderen Gewerken. Der Käufer muss den Betrieb führen und ihn auch finanzieren können.

Definition

Eine Zimmerei verkaufen heißt, einen Betrieb des Zimmererhandwerks mit Leistungen wie Dachstühlen, Holzbau, Aufstockungen und Dachsanierung samt Team, Halle, Abbundtechnik, Fahrzeugen und Kundenstamm an einen neuen Inhaber zu übergeben.

Wer Zimmereien kauft

KäufertypWas er suchtTypisch für
Meister oder Polier aus dem TeamEigene SelbstständigkeitKleinere und mittlere Betriebe
WettbewerberZimmerleute und KapazitätBetriebe in derselben Region
DachdeckerbetriebDach aus einer HandZimmereien mit viel Dacharbeit
Holzbau- oder FertighausunternehmenFertigungskapazität, MontageteamsZimmereien mit Holzrahmenbau

Viele Zimmereien und Dachdeckerbetriebe arbeiten eng zusammen. Das kann den Käufer schon mitbringen: Ein befreundeter Dachdeckerbetrieb kennt Ihr Team und Ihre Qualität. Wie ein Dachdeckerbetrieb selbst den Verkauf angeht, steht unter Dachdeckerbetrieb verkaufen.

Worauf Käufer bei einer Zimmerei schauen

PrüfpunktWarumWas Sie vorbereiten
Halle und AbbundtechnikHoher Kapitalbedarf, Ersatz ist teuerAnlagenliste mit Alter, Zustand, Wartung
Halle: Eigentum oder MieteVerändert Preis und FinanzierungEntscheidung mitverkaufen, vermieten oder umziehen
LeistungsmixHolzbau und Sanierung laufen oft stabiler als reiner NeubauUmsatz nach Neubau, Sanierung, Holzbau, Privat
Planung und StatikWer plant, bindet KundenEigene Planung, externe Partner, Abhängigkeiten
Bauleitung und KalkulationOft ChefsacheWer kalkuliert, wer führt die Baustellen
HolzeinkaufPreisschwankungen treffen die MargeLieferanten, Rahmenvereinbarungen, Lager
Team und AltersstrukturZimmerleute sind der EngpassAltersliste, Poliere, Azubis

Was den Preis treibt und was ihn drückt

Treibt den PreisDrückt den Preis
Moderne, gewartete AbbundanlageInvestitionsstau in Halle und Maschinen
Polier oder Meister führt Baustellen selbstständigChef ist auf jeder Baustelle
Hoher Anteil Sanierung, Aufstockung, HolzbauReine Abhängigkeit vom Neubau
Eigene Planungskompetenz im TeamPlanung hängt am Inhaber
Breiter KundenstammEin Bauträger oder Fertighausanbieter mit großem Anteil
Ausbildungsbetrieb mit jungen GesellenTeam altert gemeinsam mit dem Chef

Wie Käufer einen Investitionsstau bewerten, steht unter Investitionsstau vor dem Verkauf. Wie Sie Kalkulation und Bauleitung übergeben, zeigt Kalkulation abgeben.

Die Hallenfrage

Bei vielen Zimmereien gehört die Halle dem Inhaber privat oder einer eigenen Gesellschaft. Für einen Mitarbeiter als Käufer ist es oft unmöglich, Betrieb und Halle zusammen zu finanzieren. Die Vermietung an den Käufer mit langfristigem Mietvertrag macht die Übergabe dann überhaupt erst möglich. Welche Lösung für Sie steuerlich sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie mit Käufern sprechen.

Rechenbeispiel: Die Halle entscheidet über den Käufer

Eine Zimmerei mit einem angenommenen Betriebswert von 800.000 Euro, die Halle gehört dem Inhaber und hat einen angenommenen Wert von 900.000 Euro:

VarianteKaufpreis für den KäuferLaufende Belastung aus der HalleFür einen Meister aus dem Team finanzierbar?
Betrieb und Halle zusammen1.700.000 €Kredit für die HalleMeist nein
Betrieb kaufen, Halle mieten800.000 €Miete, angenommen 60.000 € im JahrOft ja
Betrieb kaufen, Umzug in neue Halle800.000 € plus UmzugNeue Miete, Umzugskosten, AusfallzeitSelten sinnvoll

Alle Werte sind angenommen. Das Beispiel zeigt, warum die Vermietung für viele Übergaben an Mitarbeiter der einzige gangbare Weg ist. Sie bleiben Eigentümer der Halle und haben eine laufende Einnahme, der Käufer muss nur den Betrieb finanzieren.

Erste Schritte

  1. Anlagenliste für Halle, Abbund, Kran und Fahrzeuge anlegen.
  2. Entscheidung zur Halle mit dem Steuerberater vorbereiten.
  3. Umsatz nach Leistungsbereichen und Auftraggebern aufschlüsseln.
  4. Einen Polier oder Meister als Vertretung aufbauen, siehe Stellvertreter aufbauen.
  5. Den Wert mit dem Firmenwert-Rechner eingrenzen.

Merksatz

Eine Zimmerei verkauft sich über ihre Leute und ihre Halle. Klären Sie früh, wer die Baustellen führt und was mit der Halle passiert, denn davon hängt ab, wer sich den Kauf überhaupt leisten kann.

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Quellen

  • Eigene Methodik MAXIMAL.DIGITAL.

Häufige Fragen

Schauen Sie zuerst in Ihr Team, zu Polieren und Meistern. Danach kommen Wettbewerber, befreundete Dachdeckerbetriebe und Holzbauunternehmen in Frage. Externe Meister finden Sie über die Betriebsbörse der Handwerkskammer oder nexxt-change.

Das ergibt sich aus dem bereinigten Gewinn mal einem Faktor, der vom Risiko abhängt. Moderne Abbundtechnik, ein Team, das ohne Sie Baustellen führt, und ein stabiler Leistungsmix heben den Wert. Die Halle wird meist gesondert bewertet.

Das hängt davon ab, was der Käufer finanzieren kann und was steuerlich für Sie sinnvoll ist. Bei Übergaben an Mitarbeiter ist die Vermietung oft der tragbare Weg. Klären Sie das vor den Gesprächen mit Ihrem Steuerberater.

Ja, das ist ein naheliegender Weg, weil beide Gewerke oft zusammenarbeiten. Der Käufer bekommt Dach aus einer Hand. Achten Sie auf die Herausgabe sensibler Daten in Stufen, siehe An einen Wettbewerber verkaufen.

Meist zwei bis drei Jahre, vor allem wegen der Übergabe von Bauleitung und Kalkulation und der Entscheidung zur Halle.

Für den Käufer zählt vor allem, ob sie zuverlässig läuft und wie lange noch. Der Buchwert ist oft niedrig, der Nutzen hoch. Eine Liste mit Baujahr, Wartung und Softwarestand hilft, ihren Beitrag zum Betrieb zu belegen.

Wettbewerber und Dachdeckerbetriebe, die Kapazität und Zimmerleute suchen, außerdem Holzbauunternehmen und externe Meister. Wie Sie den passenden Käufertyp finden, steht unter Den richtigen Käufer erkennen.

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