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Hausverwaltung verkaufen: Was Käufer an Bestand, Verträgen und Team prüfen

Eine Hausverwaltung kaufen meist größere Verwaltungen, die durch Zukauf wachsen, Wettbewerber aus der Region oder Mitarbeiter aus dem eigenen Team. Käufer prüfen den Bestand an Verwaltungseinheiten, Laufzeiten der Verwalterverträge, die Marge je Objekt, die Abhängigkeit von einzelnen Eigentümern und ob Beiräte und Eigentümer am Inhaber hängen.

Hinweis: Artikel und Inhalte sind keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzen keine Beratung durch Rechts- und Steuerexperten.

Eine Hausverwaltung ist ein Vertrauensgeschäft. Eigentümer, Beiräte und Mieter kennen ihren Verwalter oft seit Jahrzehnten. Sie rufen an, wenn das Dach undicht ist, und erwarten, dass jemand weiß, was vor zehn Jahren in der Eigentümerversammlung beschlossen wurde. Dieses Vertrauen ist der Wert der Verwaltung und gleichzeitig ihr größtes Risiko beim Verkauf.

Denn Verwalterverträge laufen irgendwann aus, und Eigentümergemeinschaften können sich neu entscheiden. Ein Käufer will wissen, wie viele Objekte nach dem Inhaberwechsel bleiben.

Definition

Eine Hausverwaltung verkaufen heißt, ein Unternehmen der Miet-, WEG- oder Sondereigentumsverwaltung samt Verwaltungsbestand, Verträgen, Team, Software und Objektunterlagen an einen neuen Inhaber zu übergeben.

Wer Hausverwaltungen kauft

KäufertypWas er suchtTypisch für
Größere HausverwaltungBestand und Region, Wachstum durch ZukaufVerwaltungen mit stabilem Bestand
Wettbewerber aus der RegionObjekte in der Nähe, MitarbeiterKleinere Verwaltungen
ImmobiliendienstleisterVerwaltung als Ergänzung zu Makler- oder BauträgergeschäftVerwaltungen mit passender Kundschaft
Mitarbeiter aus dem TeamEigene SelbstständigkeitVerwaltungen mit erfahrener Objektbetreuung

Worauf Käufer bei einer Hausverwaltung schauen

PrüfpunktWarumWas Sie vorbereiten
Bestand an EinheitenGrundlage für Umsatz und WertEinheiten je Objekt, Art der Verwaltung, Vergütung
VerwalterverträgeLaufzeiten bestimmen, wie sicher der Bestand istLaufzeiten, Verlängerungstermine, Kündigungsregeln
Marge je ObjektManche Objekte kosten mehr Zeit, als sie bringenAufwand und Vergütung je Objekt
Beziehung zu Beiräten und EigentümernKunden entscheiden oft nach PersonWer betreut welches Objekt, wer leitet Versammlungen
Team und QualifikationFachkräfte in der Verwaltung sind knappMitarbeiter, Qualifikation, Weiterbildung
Software und UnterlagenÜbergabe ohne digitale Daten ist mühsamVerwaltungssoftware, digitale Objektakten
Treuhandkonten und RücklagenSauberkeit ist PflichtKontenstruktur, Abstimmung, Prüfnachweise

Für bestimmte Verwaltertätigkeiten gelten gewerberechtliche Erlaubnis- und Weiterbildungspflichten. Wer die Erlaubnis innehat und was beim Inhaberwechsel gilt, klären Sie mit Ihrem Anwalt und der zuständigen Behörde.

Wie Käufer eine Verwaltung bewerten

In der Hausverwaltung hört man häufig Faustwerte je Verwaltungseinheit oder als Vielfaches des Jahresumsatzes. Solche Werte sind eine grobe Orientierung. Der tatsächliche Preis hängt davon ab, wie viel Gewinn der Bestand bringt und wie sicher er ist. Warum Umsatzfaustformeln oft täuschen, steht unter Firmenwert nach Umsatz berechnen.

Viele Käufer vereinbaren außerdem, dass ein Teil des Preises erst fließt, wenn die Objekte nach dem Übergang bleiben. Das verschiebt das Risiko zu Ihnen. Je besser Ihr Bestand ohne Sie betreut wird, desto weniger müssen Sie davon akzeptieren.

Was den Preis treibt und was ihn drückt

Treibt den PreisDrückt den Preis
Stabile Objekte mit langer BetreuungsdauerViele Verträge kurz vor dem Ablauf
Objektbetreuer führen Versammlungen selbstständigInhaber leitet jede Eigentümerversammlung
Vergütung, die den Aufwand decktObjekte mit altem, zu niedrigem Honorar
Digitale Objektakten, saubere KontenPapierakten, Abstimmungsrückstände
Qualifiziertes, stabiles TeamHohe Fluktuation im Büro

Wie Sie Objekte finden, die mehr kosten, als sie bringen, zeigt Unrentable Kunden erkennen.

Die häufigste Schwachstelle: Beiräte wollen den Chef

Viele Beiräte verbinden die Verwaltung mit einer Person. Wenn der Inhaber jede Versammlung leitet und jeden Beirat persönlich kennt, entscheidet der Wechsel über den Bestand. Übergeben Sie deshalb Versammlungen und Beiratskontakte schrittweise an Objektbetreuer, lange bevor Sie verkaufen. Der Ablauf steht unter Wenn Kunden nur mit dem Chef sprechen wollen.

Rechenbeispiel: Was die Unterschiede ausmachen

Zwei Hausverwaltungen mit gleichem Gewinn:

RechenbeispielBetrieb ABetrieb B
Bereinigtes EBIT180.000 €180.000 €
Ausgangslage40 % der Verträge laufen in 12 Monaten aus, Inhaber leitet alle VersammlungenLaufzeiten verteilt, Objektbetreuer führen Versammlungen
Angenommener Faktor3,04,2
Unternehmenswert540.000 €756.000 €
Unterschied216.000 €

Bei Betrieb A verlangt ein Käufer zusätzlich oft, dass ein Teil des Preises erst fließt, wenn die Objekte bleiben. Die Faktoren sind angenommen und keine Marktwerte.

Erste Schritte

  1. Bestandsliste mit Einheiten, Vertragslaufzeiten und Vergütung erstellen.
  2. Aufwand und Vergütung je Objekt vergleichen.
  3. Versammlungen und Beiratskontakte an Objektbetreuer übergeben.
  4. Objektakten digitalisieren und Konten abstimmen.
  5. Erlaubnis- und Vertragsfragen zum Inhaberwechsel mit Ihrem Anwalt klären.

Merksatz

Eine Hausverwaltung ist so viel wert wie der Bestand, der nach dem Inhaberwechsel bleibt. Beiräte bleiben bei Menschen, die sie kennen, deshalb gehören die Kontakte rechtzeitig ins Team.

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Quellen

  • Eigene Methodik MAXIMAL.DIGITAL. Gewerberechtliche und vertragsrechtliche Fragen sind mit einem Anwalt zu klären.

Häufige Fragen

Größere Hausverwaltungen, die durch Zukauf wachsen, Wettbewerber aus der Region, Immobiliendienstleister und erfahrene Mitarbeiter aus dem eigenen Team.

Das hängt vom Gewinn des Bestands und davon ab, wie sicher er nach dem Inhaberwechsel ist. Faustwerte je Einheit oder als Vielfaches des Umsatzes sind nur eine grobe Orientierung. Lange Vertragslaufzeiten, auskömmliche Vergütung und ein selbstständiges Team heben den Wert.

Das hängt von Vertragslage und Vertrauen ab. Gemeinschaften, die ihren Objektbetreuer kennen und zufrieden sind, bleiben eher. Die rechtlichen Fragen zum Übergang der Verwalterverträge klären Sie mit Ihrem Anwalt.

Indem Sie Beiratskontakte und Versammlungen früh an Ihr Team übergeben, auslaufende Verträge vor dem Verkauf verlängern und dem Käufer einen sauber dokumentierten Bestand übergeben.

Meist 18 bis 36 Monate, abhängig davon, wie viele Verwalterverträge in dieser Zeit neu beschlossen werden und wie stark Beiräte an Ihnen hängen.

Eine Mindestgröße gibt es nicht. Kleine Bestände verkaufen sich oft an Wettbewerber aus der Region, die ihre Auslastung verbessern wollen. Wichtiger als die Größe sind Vertragslaufzeiten, Vergütung und ein Team, das die Objekte kennt.

Wenn es sinnvoll möglich ist, ja. Verträge mit längerer Restlaufzeit geben dem Käufer Sicherheit und senken den Anteil des Preises, der vom Verbleib der Objekte abhängt. Wie die Verlängerung abläuft, richtet sich nach den Regeln der jeweiligen Gemeinschaft.

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