Betriebsanalyse

Betriebsanalyse und Firmenwert-Rechner

In nur drei Minuten erfahren Sie, wie übertragbar Ihr Betrieb heute ist, welche Wertspanne daraus folgt und welche drei Punkte den größten Unterschied machen. Ohne Bewertungsauftrag, ohne Provision.

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Ihr Betrieb

In welcher Branche ist Ihr Betrieb tätig?
Welche Rechtsform hat der Betrieb?
Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?
In welchem Jahr wurde der Betrieb gegründet?

Optional.

Firmenwert-Rechner und Betriebsanalyse: Was ist Ihre Firma wert?

In rund drei Minuten erfahren Sie, wie übertragbar Ihr Betrieb heute ist, welche Wertspanne daraus folgt und welche drei Punkte den größten Unterschied machen. Ohne Bewertungsauftrag, ohne Provision.

Die Kurzantwort

Der Wert eines mittelständischen Betriebs ergibt sich aus dem bereinigten EBITDA multipliziert mit einem branchenüblichen Faktor, abzüglich der Nettoverschuldung. Für Betriebe unter fünf Millionen Euro Umsatz liegen diese Faktoren nach den DUB KMU-Multiples Q2/2026 je nach Branche zwischen 2,4 und 8,0. Wo innerhalb dieser Spanne ein einzelner Betrieb landet, entscheidet vor allem eine Frage: ob er ohne seinen Inhaber funktioniert.

Dieser Firmenwert-Rechner ist kostenlos, verlangt keinen Bewertungsauftrag und arbeitet ohne Provision. Er unterscheidet sich in einem Punkt von den meisten Wertrechnern im Netz: Er fragt nicht nur Zahlen ab, sondern erhebt in 25 Angaben auch, wie stark der Betrieb an Ihnen hängt.

Was dieser Firmenwert-Rechner berechnet und was nicht

Ein Unternehmenswertrechner liefert eine Einordnung in eine Spanne. Er liefert keine Bewertung nach IDW S1, keinen Verhandlungspreis und keine steuerliche Beurteilung. Der Nutzen liegt woanders: Sie erfahren vor dem ersten Beratergespräch, in welcher Größenordnung Sie sich bewegen und woran es liegt, wenn diese Größenordnung unter Ihrer Erwartung liegt.

Die 25 Angaben verteilen sich auf fünf Schritte: Betrieb, Zahlen, Abhängigkeit vom Inhaber, Risiko und Substanz, persönliche Situation.

Die Formel hinter dem Unternehmenswertrechner

Der Rechenweg folgt vier Schritten. Jeder verändert das Ergebnis erheblich, und die meisten Fehleinschätzungen entstehen daraus, dass einer davon übersprungen wird.

Schritt 1: Das EBITDA bereinigen

Der ausgewiesene Gewinn eines inhabergeführten Betriebs bildet die Ertragskraft selten korrekt ab. Bereinigt werden vor allem ein Unternehmerlohn über oder unter Marktniveau, Mieten an eigene Besitzgesellschaften, private Aufwendungen über die Firma und einmalige Sondereffekte. Erst das bereinigte EBITDA ist die Bewertungsbasis.

Schritt 2: Den Branchen-Multiple anwenden

Das bereinigte EBITDA wird mit dem branchen- und größenüblichen Faktor multipliziert. Ergebnis ist der Enterprise Value, also der Wert des Unternehmens vor Berücksichtigung der Finanzierung.

Schritt 3: Die Übertragbarkeit bewerten

Die veröffentlichten Branchenspannen gelten für gesunde, verkaufsfähige Betriebe. Ein Betrieb, in dem der Inhaber kalkuliert, verkauft, Kunden bindet und Personal führt, liegt unter der Untergrenze. Der Rechner bildet das über einen Score ab.

Schritt 4: Von Enterprise Value zu Equity Value

Zinstragende Verbindlichkeiten werden abgezogen, nicht betriebsnotwendige liquide Mittel addiert. Was übrig bleibt, ist der Betrag, der bei den Gesellschaftern ankommt. Diese Differenz erklärt einen Großteil der Enttäuschungen am Verhandlungstisch.

Firmenwert berechnen: zwei Beispiele mit echten Zahlen

Zwei Betriebe mit fast identischem Umsatz, ein Wertunterschied von Faktor 2,5. Alle Zahlen sind konstruiert, die Multiplikatoren stammen aus den DUB KMU-Multiples Q2/2026.

Beispiel 1: Metallbaubetrieb, 3,2 Mio. Euro Umsatz, hohe Inhaberabhängigkeit

AusgangslageBetrag
Umsatz3.200.000 €
Ausgewiesenes EBITDA285.000 €
Bankdarlehen340.000 €
Nicht betriebsnotwendige liquide Mittel90.000 €
Bereinigung des EBITDAEffekt
Ausgewiesenes EBITDA285.000 €
Geschäftsführergehalt 180.000 €, marktüblich 110.000 €+ 70.000 €
Miete an eigene Besitzgesellschaft 36.000 €, marktüblich 60.000 €− 24.000 €
Einmalige Rechtskosten aus einem Altfall+ 19.000 €
Bereinigtes EBITDA350.000 €

Für Metallverarbeitung und Fertigungstechnik im Micro-Cap-Segment weist die DUB-Tabelle Q2/2026 eine Spanne von 3,4 bis 4,2 aus. Der Betrieb erreicht einen Übertragbarkeits-Score von 42 von 100 Punkten, weil der Inhaber die gesamte Kalkulation und die drei größten Kundenbeziehungen selbst führt. Angesetzt wird ein Faktor von 3,5.

350.000 € × 3,5 = 1.225.000 € Enterprise Value

1.225.000 € − 340.000 € + 90.000 € = 975.000 € Equity Value

Der Inhaber hatte mit zwei bis drei Millionen Euro gerechnet, abgeleitet aus dem Umsatz. Die Differenz entsteht aus drei Punkten: einer EBITDA-Marge von 10,9 Prozent, einem Faktor am unteren Rand wegen der Inhaberabhängigkeit und der Nettoverschuldung.

Steigt der Score durch eine zweite Führungsebene und dokumentierte Kalkulation so weit, dass ein Faktor von 4,2 vertretbar ist, ergibt sich ein Enterprise Value von 1.470.000 €. Das sind 245.000 € Unterschied bei identischem EBITDA. Die Rechnung zeigt den Hebel, garantiert aber kein Ergebnis, weil den Faktor am Ende der Käufer setzt.

Beispiel 2: B2B-Dienstleister, 3,4 Mio. Euro Umsatz, geringe Inhaberabhängigkeit

Ausgangslage und BereinigungBetrag
Umsatz3.400.000 €
Ausgewiesenes EBITDA520.000 €
Geschäftsführergehalt 95.000 €, marktüblich 140.000 €− 45.000 €
Einmalerlös aus dem Verkauf einer Anlage− 35.000 €
Bereinigtes EBITDA440.000 €
Bankdarlehen120.000 €
Nicht betriebsnotwendige liquide Mittel310.000 €

Unternehmensnahe Dienstleistungen liegen im Micro-Cap-Segment bei 3,5 bis 5,5. Der Betrieb erreicht 78 von 100 Punkten: zwei Prokuristen mit Budgetverantwortung, dokumentierte Kalkulationslogik, größter Kunde bei 14 Prozent Umsatzanteil, Inhaber zuletzt sechs Wochen abwesend ohne Ergebniseinbruch. Angesetzt wird ein Faktor von 5,1.

440.000 € × 5,1 = 2.244.000 € Enterprise Value

2.244.000 € − 120.000 € + 310.000 € = 2.434.000 € Equity Value

Der Vergleich in einer Zeile

Betrieb A: 3,2 Mio. Euro Umsatz, 975.000 € Equity Value. Betrieb B: 3,4 Mio. Euro Umsatz, 2.434.000 € Equity Value. Der Umsatzunterschied beträgt sechs Prozent, der Wertunterschied 150 Prozent. Ursachen sind die Marge, der Score und die Bilanz. Keine davon ist Zufall, alle drei sind über einen Zeitraum von zwölf bis 24 Monaten beeinflussbar.

Unternehmenswert berechnen: Umsatz oder Gewinn als Basis?

Der Umsatz taugt nicht als Bewertungsgrundlage für mittelständische Betriebe. Zwei Betriebe mit identischem Umsatz können sich im Wert um den Faktor drei unterscheiden. Käufer zahlen für Ertragskraft, nicht für Volumen.

Firmenwert berechnen nach Umsatz

Umsatzmultiplikatoren werden vereinzelt genutzt, etwa bei Betrieben ohne belastbare Ertragshistorie oder bei stark wachsenden Softwaregeschäften. Für einen Handwerks-, Fertigungs- oder Dienstleistungsbetrieb im Mittelstand ist der Umsatz allenfalls ein Größenindikator für die Einordnung in Micro-Cap, Small-Cap oder Mid-Cap.

Die Rechnung dazu: Bei 3,2 Mio. Euro Umsatz und einer EBITDA-Marge von 10,9 Prozent ergeben sich 350.000 € bereinigtes EBITDA. Läge die Marge bei 4 Prozent, wären es 128.000 €. Bei gleichem Faktor von 3,5 stünden dann 448.000 € Enterprise Value gegen 1.225.000 €. Gleicher Umsatz, dreifacher Wertunterschied.

Firmenwert berechnen nach Gewinn

Der Gewinn ist die richtige Basis, aber nicht der Gewinn aus der Steuerbilanz. Maßgeblich ist das bereinigte EBITDA. Der größte Einzelposten der Bereinigung ist bei inhabergeführten Betrieben fast immer der kalkulatorische Unternehmerlohn. Wer als Einzelunternehmer gar kein Gehalt bucht, weist ein zu hohes Ergebnis aus und rechnet sich reich. Wer als GmbH-Geschäftsführer deutlich über Marktniveau entnimmt, rechnet sich arm.

Wer die klassischen Faustformeln und ihre Grenzen im Detail nachlesen will, findet das im Beitrag zu den Bewertungsmethoden für KMU.

Aktuelle Branchen-Multiplikatoren für die Wertermittlung

Zwölf für den süddeutschen Mittelstand relevante Branchen. Alle Werte sind EBITDA-Multiples und beziehen sich auf den Enterprise Value.

BrancheMicro-Cap (unter 5 Mio. €)Small-Cap (5 bis 50 Mio. €)Mid-Cap (über 50 Mio. €)
Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Handwerk3,8 bis 5,04,4 bis 5,85,8 bis 7,2
Metallverarbeitung und Fertigungstechnik3,4 bis 4,23,9 bis 5,44,8 bis 7,0
Maschinen- und Anlagenbau3,5 bis 4,54,6 bis 6,05,6 bis 7,1
Elektrotechnik und Elektronik4,2 bis 6,25,5 bis 8,06,9 bis 8,7
Fahrzeugbau und Automotive2,8 bis 4,53,8 bis 5,14,7 bis 6,1
Chemie, Kunststoffe und Verpackung3,6 bis 4,65,2 bis 6,46,4 bis 8,1
Transport, Logistik und Spedition3,7 bis 5,24,5 bis 5,65,6 bis 7,0
Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B)3,5 bis 5,55,0 bis 7,06,1 bis 7,4
IT-Services und Systemhäuser5,7 bis 6,86,8 bis 8,58,1 bis 10,5
Immobiliendienstleistungen und Facility Management4,1 bis 5,05,2 bis 6,76,3 bis 7,6
Handel, Groß- und Einzelhandel stationär3,4 bis 5,04,4 bis 5,65,1 bis 6,8
Konsumgüter ohne Lebensmittel2,4 bis 4,03,5 bis 5,54,6 bis 6,1

Quelle: DUB KMU-Multiples, Deutsche Unternehmerbörse, Stand Q2/2026. Die Daten beruhen auf aggregierten Markteinschätzungen von über 25 M&A-Beratern und Finanzinstituten im deutschsprachigen Raum und werden quartalsweise aktualisiert. Der Rechner deckt alle Branchen der Tabelle ab.

Warum die Betriebsgröße den Faktor stärker verändert als die Branche

Ein Metallbaubetrieb mit 4 Mio. Euro Umsatz wird mit 3,4 bis 4,2 bewertet, derselbe Betrieb mit 12 Mio. Euro Umsatz mit 3,9 bis 5,4. Der Grund liegt im Käuferkreis. Unterhalb von etwa einer Million Euro EBITDA sind Finanzinvestoren praktisch nicht aktiv, es bleiben strategische Käufer und Einzelpersonen. Weniger Bieter bedeuten einen niedrigeren Preis. Der Sprung von Micro-Cap zu Small-Cap ist damit einer der stärksten Werthebel überhaupt, allerdings auch der langsamste.

Der Übertragbarkeits-Score: was er misst und wie er zu lesen ist

Ein Käufer erwirbt keine Maschinen und keine Kundenliste. Er erwirbt die Fähigkeit des Betriebs, ohne den bisherigen Inhaber weiter Geld zu verdienen. Je größer der Anteil an Wissen, Beziehungen und Entscheidungen, der ausschließlich im Kopf des Inhabers liegt, desto größer der Bewertungsabschlag.

Der AWH-Standard des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, die offizielle Bewertungsmethodik für Handwerksbetriebe, bewertet die Inhaberabhängigkeit anhand von zehn Kriterien und lässt sie direkt in den Kapitalisierungszinssatz einfließen. Die Systematik dieser Seite folgt derselben Logik.

ScoreEinordnungWirkung auf den Faktor
85 bis 100ÜbergabereifOberer Rand der Branchenspanne erreichbar
65 bis 84Weitgehend übertragbarOberes bis mittleres Drittel der Spanne
40 bis 64Teilweise übertragbarUnteres bis mittleres Drittel, Earn-Out wahrscheinlich
unter 40Stark inhaberzentriertUnterhalb der Spanne oder nur eingeschränkt verkäuflich

Die sechs Punkte, die den Score am stärksten drücken

  • Der Inhaber kalkuliert alle Angebote über einer bestimmten Größenordnung selbst
  • Die drei größten Kunden kennen ausschließlich den Inhaber persönlich
  • Es existiert keine zweite Führungsebene mit Budget- und Personalverantwortung
  • Preise, Konditionen und Nachlässe sind nirgends dokumentiert
  • Der Inhaber war in den letzten drei Jahren nie länger als zwei Wochen am Stück abwesend
  • Ein einzelner Kunde steht für mehr als 25 Prozent des Umsatzes

Warum das gerade jetzt zählt

Nach Zahlen der KfW Research planen erstmals mehr mittelständische Inhaber die Stilllegung ihres Betriebs als die Übergabe: rund 569.000 Stilllegungen gegenüber 545.000 Nachfolgen bis Ende 2029. Der durchschnittlich angestrebte Verkaufspreis liegt bei etwa 499.000 Euro.

Ob ein Betrieb in der einen oder der anderen Hälfte dieser Statistik landet, entscheidet sich selten am Markt. Es entscheidet sich daran, ob er ohne seinen Inhaber funktioniert.

Kostenloser Wertrechner: welche Typen es gibt

Nicht jeder Unternehmenswertrechner online rechnet dasselbe. Die Unterschiede liegen in der Zahl der Eingaben und darin, was systematisch ausgeblendet wird.

TypEingabenErgebnisWas systematisch fehlt
Umsatz-Rechner1 bis 2Umsatz mal FaktorMarge, Verschuldung, Übertragbarkeit
Multiple-Rechner ohne Bereinigung3 bis 5Gewinn mal BranchenfaktorUnternehmerlohn, Sondereffekte, Net Debt
Multiple-Rechner mit Bereinigung10 bis 15Enterprise und Equity ValuePosition innerhalb der Branchenspanne
Rechner mit Übertragbarkeits-Score20 bis 25Wertspanne plus BegründungVerhandlungsergebnis mit realem Käufer

Welcher Rechner zu welcher Frage passt

Ihre FragePassendes Werkzeug
Grobe Hausnummer in zwei MinutenUmsatz- oder einfacher Multiple-Rechner
Was ist mein Betrieb heute realistisch wertRechner mit Bereinigung und Score
Was kann ich in zwei Jahren erreichenRechner mit Score plus Beratungsgespräch
Was steht im Erbfall in der SteuererklärungVereinfachtes Ertragswertverfahren, Steuerberater
Was hält vor GerichtGutachten nach IDW S1, Wirtschaftsprüfer

Wann ein Firmenwert-Rechner falsch liegt

Ein guter Rechner nennt seine Grenzen. Fünf Konstellationen, in denen das Ergebnis dieser Seite systematisch daneben liegt:

  • Verlustjahre oder stark schwankende Ergebnisse. Multiples setzen ein nachhaltiges Ergebnis voraus. Bei zwei Verlustjahren in Folge greift die Methode nicht.
  • Immobilien im Betriebsvermögen. Grundstücke und Gebäude sind separat zu bewerten und oft aus dem operativen Geschäft herauszulösen. Eine Betriebsaufspaltung verkompliziert das zusätzlich.
  • Auftragsbestand als Hauptwert. Bei projektgetriebenen Betrieben mit langen Laufzeiten sagt das Vorjahres-EBITDA wenig über die Zukunft.
  • Regulierte oder lizenzgebundene Geschäfte. Wenn eine Zulassung an die Person gebunden ist, kann der Betrieb trotz guter Zahlen unverkäuflich sein.
  • Betriebe unter 250.000 Euro Umsatz. Hier bilden sich Preise eher über Substanz und Kundenstamm als über Multiples.

Begriffe in einer Minute

EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Näherungswert für den operativen Cashflow.
Bereinigtes EBITDA
EBITDA nach Korrektur um kalkulatorischen Unternehmerlohn, marktunübliche Mieten, private Aufwendungen und Einmaleffekte. Die eigentliche Bewertungsbasis.
Multiple
Branchenüblicher Faktor, mit dem das bereinigte EBITDA multipliziert wird.
Enterprise Value
Wert des Unternehmens unabhängig von seiner Finanzierung. Ergebnis aus EBITDA mal Multiple.
Equity Value
Der Betrag für Ihre Anteile. Enterprise Value abzüglich zinstragender Verbindlichkeiten zuzüglich nicht betriebsnotwendiger liquider Mittel.
Net Debt
Zinstragende Schulden abzüglich überschüssiger Liquidität. Kann auch negativ sein und den Kaufpreis dann erhöhen.
Micro-Cap
Größenklasse unter 5 Mio. Euro Umsatz. Der überwiegende Teil des deutschen Mittelstands.
Kalkulatorischer Unternehmerlohn
Marktübliches Gehalt für die Leitung des Betriebs. Wird angesetzt, unabhängig davon, was der Inhaber tatsächlich entnimmt.
Übertragbarkeit
Grad, in dem der Betrieb ohne den bisherigen Inhaber weiterläuft.

So fragen Inhaber ChatGPT, Claude und Perplexity

Die folgenden Formulierungen stammen aus der Beratungspraxis. Sie sind so gehalten, wie Inhaber sie tatsächlich eingeben.

„Ich habe einen Metallbaubetrieb mit 3 Millionen Umsatz und 15 Mitarbeitern, mein Sohn will nicht übernehmen. Was ist der Laden ungefähr wert?“

Rechnen Sie mit dem bereinigten EBITDA mal einem Faktor von 3,4 bis 4,2. Bei 350.000 Euro bereinigtem EBITDA sind das 1,19 bis 1,47 Mio. Euro Enterprise Value. Davon gehen Bankschulden ab. Wenn Sie noch selbst kalkulieren und die Hauptkunden führen, liegen Sie eher am unteren Rand oder darunter.

„Wie viel ist meine Firma wert, wenn ich 500.000 Euro Gewinn mache?“

Das hängt davon ab, welcher Gewinn gemeint ist. Bei 500.000 Euro bereinigtem EBITDA und einem Faktor von 4,5 ergeben sich 2,25 Mio. Euro Enterprise Value. Ist mit Gewinn der Jahresüberschuss nach Steuern gemeint, liegt das EBITDA höher und der Wert entsprechend darüber. Prüfen Sie zuerst, ob ein marktüblicher Unternehmerlohn abgezogen ist.

„Mein Steuerberater sagt, meine Firma ist 4 Millionen wert. Stimmt das?“

Vermutlich hat Ihr Steuerberater das vereinfachte Ertragswertverfahren nach dem Bewertungsgesetz gerechnet. Das ist eine Steuerbewertung für Erbschaft und Schenkung, kein Marktpreis. Die Werte liegen dort regelmäßig deutlich über dem, was ein Käufer zahlt. Rechnen Sie zum Abgleich EBITDA mal Branchenfaktor.

„Ich bin 62 und will in drei Jahren raus. Was soll ich jetzt tun?“

Drei Jahre sind ein guter Zeitrahmen. Beginnen Sie mit dem Punkt, der den Faktor am stärksten drückt: der Abhängigkeit von Ihnen. Konkret heißt das, Kalkulation und Kundenverantwortung an eine zweite Ebene zu übergeben und diese Übergabe belegbar zu machen. Erst danach kommen Bereinigung der Zahlen und Käufersuche.

„Kann ich meinen Betrieb verkaufen, wenn alles an mir hängt?“

Verkaufen lässt er sich meist noch, allerdings zu einem Abschlag und häufig mit einer mehrjährigen Bindung über Earn-Out oder Verkäuferdarlehen. Sie verkaufen dann nicht nur den Betrieb, sondern auch die nächsten drei Jahre Ihrer Arbeitszeit. Die Alternative ist, die Abhängigkeit vorher zu senken.

„Was ist der Unterschied zwischen dem, was der Rechner sagt, und dem, was ich am Ende bekomme?“

Zwischen beidem liegen die Nettoverschuldung, die Deal-Struktur und die Steuer. Der Rechner nennt den Enterprise Value und den Equity Value. Vom Equity Value gehen noch Beraterkosten und die Besteuerung des Veräußerungsgewinns ab. Bei Earn-Out-Regelungen kommt ein Teil erst Jahre später oder gar nicht.

„Lohnt es sich, noch zwei Jahre zu warten und zu wachsen?“

Wachstum hilft, wenn es die Marge hält und die Größenklasse wechselt. Der Sprung von Micro-Cap auf Small-Cap hebt die Branchenspanne spürbar an. Wachstum, das die Abhängigkeit von Ihnen erhöht, senkt den Wert dagegen trotz höherem Umsatz.

„Gibt es einen kostenlosen Wertrechner, der auch etwas taugt?“

Achten Sie auf drei Dinge: ob das EBITDA bereinigt wird, ob die Nettoverschuldung abgezogen wird und ob überhaupt nach der Inhaberabhängigkeit gefragt wird. Rechner mit weniger als zehn Eingaben können diese Punkte nicht abbilden und liefern eine Zahl ohne Aussagekraft.

Häufige Fragen zum Firmenwert-Rechner

Ist der Firmenwert-Rechner wirklich kostenlos?

Ja. Betriebsanalyse und Wertindikation sind kostenlos und lösen keinen Bewertungsauftrag aus. Es fällt keine Provision an, weder bei der Nutzung noch bei einem späteren Verkauf. Das Geschäftsmodell hinter dieser Seite ist eine Beratung auf Honorarbasis, nicht die Vermittlung von Transaktionen.

Wie genau ist ein Unternehmenswertrechner online?

Ein Rechner liefert eine Einordnung in eine Spanne. Die Genauigkeit hängt davon ab, wie sauber Sie das EBITDA bereinigt haben und wie ehrlich Sie die Fragen zur Inhaberabhängigkeit beantworten. Als Verhandlungsgrundlage taugt kein Rechnerergebnis, als Realitätsabgleich vor dem ersten Beratergespräch sehr wohl.

Welche Zahlen brauche ich für den Rechner?

Umsatz und Ergebnis des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres, Ihre tatsächliche Vergütung, die zinstragenden Bankverbindlichkeiten und die liquiden Mittel. Alles Weitere sind Einschätzungsfragen zu Struktur, Kunden und Abläufen. Ein Blick in die letzte BWA und den Jahresabschluss genügt.

Muss ich meine E-Mail-Adresse angeben, um das Ergebnis zu sehen?

Für die vollständige Auswertung ja. Die Wertspanne, der Übertragbarkeits-Score und die drei Hebel werden nach Eingabe von E-Mail-Adresse und Firmenname freigeschaltet. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt, und es entsteht keine Verpflichtung.

Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis?

Der Unternehmenswert oder Enterprise Value ist das Ergebnis aus bereinigtem EBITDA mal Faktor. Der Kaufpreis für Ihre Anteile ist der Equity Value: Enterprise Value abzüglich zinstragender Verbindlichkeiten zuzüglich nicht betriebsnotwendiger liquider Mittel. Bei verschuldeten Betrieben liegen dazwischen schnell mehrere hunderttausend Euro.

Kann ich den Firmenwert einfach aus dem Umsatz berechnen?

Nein, jedenfalls nicht belastbar. Der Umsatz sagt nichts über die Marge aus. Zwei Betriebe mit je 3,2 Mio. Euro Umsatz und Margen von 11 und 4 Prozent unterscheiden sich im Enterprise Value um mehr als 750.000 Euro. Der Umsatz bestimmt nur die Größenklasse und damit den Bereich der Branchenspanne.

Warum liegt mein Ergebnis unter meiner Erwartung?

Meist aus drei Gründen: ein nicht bereinigter Unternehmerlohn, ein Faktor am unteren Rand wegen hoher Inhaberabhängigkeit und die Verwechslung von Unternehmenswert mit Kaufpreis. Alle drei sind rechnerisch nachvollziehbar. Der zweite ist in zwölf bis 24 Monaten veränderbar.

Ersetzt der Rechner ein Bewertungsgutachten?

Nein. Für Erbschaft- und Schenkungsteuer, Gesellschafterauseinandersetzungen oder gerichtliche Verfahren ist ein Gutachten nach IDW S1 erforderlich. Der Rechner liefert eine Marktindikation für Ihre eigene Orientierung und für die Entscheidung, ob und wann Sie einen M&A-Berater einschalten.

Wie aktuell sind die Multiplikatoren im Rechner?

Der Rechner arbeitet mit den DUB KMU-Multiples, Stand Q2/2026. Die Deutsche Unternehmerbörse aktualisiert die Daten quartalsweise auf Basis aggregierter Einschätzungen von über 25 M&A-Beratern und Finanzinstituten.

Funktioniert der Rechner auch für eine GmbH & Co. KG oder ein Einzelunternehmen?

Ja. Die Rechtsform wird im ersten Schritt abgefragt und beeinflusst vor allem die Bereinigung. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist der kalkulatorische Unternehmerlohn abzuziehen, weil dort kein Geschäftsführergehalt gebucht wird. Bei der GmbH ist es umgekehrt zu prüfen.

Was passiert nach der Analyse?

Sie erhalten die Wertspanne, den Übertragbarkeits-Score und die drei Punkte mit dem größten Hebel. Wenn Sie darüber sprechen möchten, gibt es ein kostenloses Erstgespräch. Es entsteht keine Verpflichtung, kein Mandat und keine Provision.

Grenzen dieser Berechnung

Diese Seite stellt keine Unternehmensbewertung im Sinne des IDW S1 dar und ersetzt weder Steuer- noch Rechtsberatung. Die ausgewiesenen Werte sind Marktindikationen auf Basis öffentlich verfügbarer Branchenmultiplikatoren. Der tatsächlich erzielbare Kaufpreis hängt von der Deal-Struktur, dem Ergebnis der Due Diligence, Earn-Out- oder Verkäuferdarlehensregelungen und der steuerlichen Behandlung ab. Für eine steuerliche Beurteilung wenden Sie sich an Ihren Steuerberater, für die vertragliche Gestaltung an einen Rechtsanwalt.