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Kurzprofil für den Firmenverkauf: Eine Seite, die Käufer anruft

Ein Kurzprofil für den Firmenverkauf ist eine anonyme Seite über Ihren Betrieb mit sieben Angaben: Branche und Leistung, Region, Größe, Kundenstruktur, Team, Grund für den Verkauf und gewünschte Lösung. Konkrete Namen, genaue Zahlen und Erkennungsmerkmale bleiben draußen. Es dient als Inserat auf Börsen und als erste Unterlage für Interessenten.

Hinweis: Artikel und Inhalte sind keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzen keine Beratung durch Rechts- und Steuerexperten.

Ein Käufer liest am Tag viele Inserate. Für jedes braucht er Sekunden, um zu entscheiden, ob er weiterliest. Das Kurzprofil ist deshalb die wichtigste Seite im ganzen Verkauf, obwohl es nur eine Seite ist. Es muss neugierig machen und gleichzeitig verhindern, dass jemand Ihren Betrieb erkennt.

Definition

Ein Kurzprofil, im Fachjargon Teaser genannt, ist eine anonyme Beschreibung eines Betriebs auf etwa einer Seite. Es enthält die Angaben, die ein Käufer für eine erste Einschätzung braucht, und keine, an denen er den Betrieb identifizieren kann.

Die sieben Angaben, die hineingehören

AngabeWas Sie schreibenBeispiel
1. Branche und LeistungGewerk und Schwerpunkte, allgemeinSanitär, Heizung, Klima; Schwerpunkt Wartung und Sanierung
2. RegionLandkreis oder RegionRegion Stuttgart
3. GrößeSpannen für Umsatz und Mitarbeiter2 bis 3 Mio. Euro Umsatz, 15 bis 20 Mitarbeiter
4. KundenStruktur und Anteil wiederkehrender UmsätzeGewerbe, Wohnungswirtschaft und Privat; über 400 Wartungsverträge
5. TeamFührung und QualifikationMeister als Betriebsleiter, zwei Gesellen mit Weiterbildung
6. Grund für den VerkaufEhrlich und kurzAltersnachfolge
7. Gewünschte LösungWas Sie suchenVerkauf von 100 Prozent, Übergangsbegleitung bis zu 12 Monate

Punkt 5 ist für viele Käufer der wichtigste. Ein Kurzprofil, das eine eigene Führungsebene zeigt, hebt sich ab, weil der Käufer sofort sieht, dass der Betrieb ohne Sie weiterlaufen kann. Wenn Sie hier noch nichts schreiben können, lesen Sie Stellvertreter aufbauen.

Was draußen bleibt

  • Firmenname, Straße, genaue Orte
  • genaue Zahlen, die sich zuordnen lassen, etwa Gründungsjahr oder exakter Umsatz
  • Namen von Kunden oder Lieferanten
  • Alleinstellungsmerkmale, die nur Ihr Betrieb hat
  • Fotos vom Betrieb, von Fahrzeugen oder Mitarbeitern
  • Ihr Preiswunsch

Den Preis nennen Sie später. Ein Preis im Kurzprofil setzt einen Anker, bevor der Käufer den Betrieb kennt, und schreckt manche ab, die nach Prüfung mehr gezahlt hätten.

Muster: Kurzprofil eines SHK-Betriebs

Vorlage

Etablierter SHK-Fachbetrieb mit starkem Wartungsgeschäft in der Region Stuttgart zur Nachfolge

Das Unternehmen: Seit über 30 Jahren am Markt, spezialisiert auf Heizung, Sanitär und Klima für gewerbliche Kunden, Wohnungswirtschaft und Privatkunden. Schwerpunkte sind Wartung, Kundendienst und Sanierung im Bestand.

Kennzahlen: Umsatz 2 bis 3 Mio. Euro, stabil über die letzten drei Jahre. 15 bis 20 Mitarbeiter. Über 400 laufende Wartungsverträge mit jährlicher Verlängerung.

Team: Ein Meister führt als Betriebsleiter das Tagesgeschäft. Kalkulation, Einsatzplanung und die wichtigsten Kundenbeziehungen liegen im Team. Altersstruktur ausgewogen, Ausbildungsbetrieb.

Grund des Verkaufs: Altersnachfolge des Inhabers.

Gesucht: Nachfolger oder Unternehmen, das den Betrieb mit Team und Standort fortführt. Der Inhaber begleitet die Übergabe bis zu zwölf Monate.

Kontakt: über Chiffre oder beauftragten Berater. Weitere Informationen nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung.

Passen Sie jede Zeile an Ihren Betrieb an und streichen Sie alles, was nicht stimmt. Ein Kurzprofil, das mehr verspricht, als der Betrieb hält, fliegt in der Prüfung auf und kostet Vertrauen.

Überschrift: der wichtigste Satz

Die Überschrift ist oft das Einzige, was ein Suchender liest. Sie sollte drei Dinge enthalten: Branche, Stärke und Region. Vergleichen Sie:

SchwachStark
Handwerksbetrieb zu verkaufenSHK-Fachbetrieb mit starkem Wartungsgeschäft in der Region Stuttgart zur Nachfolge
Firma sucht NachfolgerElektrobetrieb mit eigenem Meister und Stammkunden aus Industrie und Gewerbe, Landkreis Esslingen
Nachfolge gesuchtSchreinerei mit moderner Werkstatt und Aufträgen aus dem Objektbau, Region Neckar-Alb

Die Stärke in der Überschrift sollte das sein, was Käufer am meisten interessiert: wiederkehrende Umsätze, eine eigene Führung oder ein klarer Kundenschwerpunkt.

Wo das Kurzprofil eingesetzt wird

  • als Inserat auf Unternehmensbörsen, siehe Unternehmensbörse fürs Handwerk
  • als erste Unterlage für Interessenten, die sich melden
  • als Anlage bei der direkten Ansprache möglicher Käufer

Wer das Kurzprofil für die direkte Ansprache nutzt, sollte es mit dem Berater abstimmen, der die Ansprache übernimmt. Wie Sie den Verkauf insgesamt vertraulich halten, steht unter Firmenverkauf diskret vorbereiten.

Die fünf häufigsten Fehler im Kurzprofil

  1. Zu viele Details. Der Betrieb ist für Wettbewerber und Mitarbeiter erkennbar.
  2. Nur Allgemeinplätze. Sätze wie „zuverlässig und qualitätsbewusst“ passen auf jeden Betrieb. Spannen und Fakten überzeugen.
  3. Kein Wort zum Team. Käufer wollen wissen, wer den Betrieb ohne Sie führt.
  4. Ein ausweichender Verkaufsgrund. Fehlt er, vermuten Käufer ein verstecktes Problem.
  5. Versprechen, die die Zahlen nicht halten. Was im Kurzprofil steht, prüft der Käufer später nach.

Merksatz

Ein gutes Kurzprofil zeigt einem Käufer in 30 Sekunden, warum sich ein Anruf lohnt, und verrät keinem Wettbewerber, um welchen Betrieb es geht.

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Quellen

  • Eigene Methodik MAXIMAL.DIGITAL. Das Muster beschreibt einen fiktiven Betrieb.

Häufige Fragen

Mit sieben Angaben: Branche und Leistung, Region, Größe in Spannen, Kundenstruktur, Team, Grund für den Verkauf und gewünschte Lösung. Dazu eine Überschrift mit Branche, Stärke und Region. Das Muster oben können Sie anpassen.

Firmenname, genaue Orte, exakte Zahlen, Kunden- und Lieferantennamen, Fotos und Alleinstellungsmerkmale, an denen man den Betrieb erkennt. Auch den Preiswunsch lassen Sie weg.

Nein. Ein Preis vor der Prüfung setzt einen Anker, der Ihnen schaden kann, egal ob er zu hoch oder zu niedrig ist. Über den Preis sprechen Sie, wenn der Käufer Ihre Zahlen kennt.

Eine Seite. Wer mehr wissen will, bekommt nach einer Vertraulichkeitsvereinbarung ausführlichere Unterlagen.

Ja, mit dem Muster oben. Lassen Sie es danach von einer Person gegenlesen, die Ihren Betrieb nicht kennt, und prüfen Sie, ob sie Ihren Betrieb erraten könnte. Wenn ja, sind Ihre Angaben zu genau.

Das Kurzprofil ist anonym, eine Seite lang und soll Interesse wecken. Das Exposé ist ausführlich, nennt den Betrieb und enthält Zahlen, Kunden- und Mitarbeiterstruktur. Es bekommen nur Interessenten, die eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben haben.

Nutzen Sie das Muster oben und ersetzen Sie Branche, Schwerpunkte, Kundenstruktur und Team durch Ihre Angaben, etwa: Elektrofachbetrieb mit Schwerpunkt Gewerbe und Industrie, eigener Meister im Tagesgeschäft, Region und Größe in Spannen. Prüfen Sie am Ende, ob ein Wettbewerber Ihren Betrieb erraten könnte.

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