Orientierung für Inhaber
Nachfolge planen, wenn noch nichts entschieden ist
Die meisten Inhaber wissen, dass es irgendwann so weit ist — und schieben es auf, weil unklar ist, wo man anfängt. Diese Seite ordnet die drei möglichen Wege, zeigt, was bei allen dreien gleich vorbereitet werden muss, und führt Sie von dort weiter in die passenden Detailfragen.

Die drei Wege im Vergleich
Verkauf an einen externen Käufer
- Passt, wenn
- Kein Nachfolger in Familie oder Belegschaft, klarer Ausstiegswunsch.
- Spricht dafür
- Höchster erzielbarer Preis, klarer Schnitt, Kaufpreis sofort verfügbar.
- Spricht dagegen
- Längste Vorbereitung, härteste Prüfung, Betrieb muss ohne Sie laufen.
- Zeitbedarf
- 12 bis 24 Monate Vorbereitung, 6 bis 12 Monate Prozess
Familieninterne Nachfolge
- Passt, wenn
- Ein Familienmitglied will und kann übernehmen.
- Spricht dafür
- Kontinuität für Mitarbeitende und Kunden, gestaltbarer Zeitplan, steuerliche Spielräume.
- Spricht dagegen
- Familienkonflikte, Pflichtteilsansprüche, Gefahr der Dauer-Einmischung des Seniors.
- Zeitbedarf
- 3 bis 5 Jahre gestufte Übergabe
Verkauf an das eigene Management (MBO)
- Passt, wenn
- Es gibt eine zweite Führungsebene mit Übernahmeinteresse.
- Spricht dafür
- Käufer kennt den Betrieb, geringes Abwanderungsrisiko, kurze Prüfung.
- Spricht dagegen
- Finanzierung ist oft der Engpass, Kaufpreis meist niedriger, Verkäuferdarlehen üblich.
- Zeitbedarf
- 12 bis 36 Monate
Was bei allen drei Wegen gleich ist
Der Betrieb muss ohne Sie funktionieren. Dokumentierte Schlüsselprozesse, eine zweite Führungsebene mit echten Entscheidungsrechten und ein monatliches Reporting ohne Inhaberinput sind die drei Hebel mit dem größten Effekt — egal, ob am Ende ein Fremder, das eigene Kind oder Ihr Werkstattleiter übernimmt. Deshalb können Sie sofort anfangen, ohne den Weg schon zu kennen.
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