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Firmenwert-Rechner: Was ist mein Unternehmen wert?

Der Unternehmenswert eines mittelständischen Betriebs ergibt sich aus dem bereinigten Betriebsergebnis multipliziert mit einem branchenüblichen Faktor. Dieser Faktor ist keine feste Größe: Er verschiebt sich mit Inhaberabhängigkeit, Führungsstruktur, wiederkehrenden Umsätzen und der Belastbarkeit Ihrer Zahlen. Geben Sie Ihre Eckdaten ein und beantworten Sie sieben Fragen — Sie erhalten eine realistische Wertspanne statt einer Wunschzahl.

Ihre Eckdaten

Werttreiber

So lesen Sie das Ergebnis richtig

Die Spanne zeigt den Unternehmenswert, nicht den Betrag auf Ihrem Konto. Zwischen beiden liegen Kaufpreismechanik und Steuern. Wie die Mechanik funktioniert, erklären die Beiträge zu Cash-free/Debt-free und Nettofinanzverschuldung sowie zur Working-Capital-Anpassung im Kaufvertrag. Die Grundlage jeder Rechnung ist ein sauber bereinigtes Ergebnis.

Der größte Hebel steckt in den nicht angehakten Werttreibern. Jeder davon ist in zwölf bis 24 Monaten veränderbar. Der Einstieg dazu: Inhaberabhängigkeit reduzieren und der Exit-Readiness-Selbstcheck. Was eine Begleitung kostet, steht unter was eine Exit-Readiness-Beratung kostet.

Den kompletten Ablauf von der Vorbereitung bis zum Notartermin beschreibt der Leitfaden Unternehmensverkauf im Mittelstand.

Häufige Fragen zum Firmenwert

Der Rechner multipliziert Ihr bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) mit einer branchenüblichen Multiple-Bandbreite und verschiebt diese Bandbreite anhand von sieben Werttreibern: Inhaberabhängigkeit, Führungsebene 2, wiederkehrende Umsätze, Kundenstruktur, Reporting, Prozessdokumentation und Ergebnisentwicklung. Das Resultat ist eine Spanne, kein Preis.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern, korrigiert um alles, was ein Käufer nicht übernimmt: ein marktübliches Geschäftsführergehalt statt Ihrer tatsächlichen Entnahme, private Anteile bei Fahrzeugen und Versicherungen, Einmaleffekte und nicht betriebsnotwendige Immobilien. Ohne diese Bereinigung ist jede Bewertung falsch.

Die Bandbreiten orientieren sich an den DUB KMU-Multiples (Stand Q2/2026), einer der etablierten Referenzen für kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Sie bilden Transaktionen im Mittelstand ab, nicht Börsenbewertungen.

Es ist eine Orientierung, keine Bewertung. Der reale Kaufpreis hängt zusätzlich von Kaufpreismechanik (Cash-free/Debt-free, Working-Capital-Anpassung), Vertragsstruktur, Käuferart und Verhandlungsposition ab. Rechnen Sie mit einer Abweichung von mindestens 20 Prozent nach oben und unten.

Weil sie das größte Risiko für den Käufer ist. Ein Betrieb, dessen Kunden, Kalkulation und Entscheidungen am Inhaber hängen, verliert nach der Übergabe messbar Substanz. Käufer preisen dieses Risiko über einen niedrigeren Faktor, Earn-Out-Klauseln oder ein Verkäuferdarlehen ein.

Unterhalb von etwa 500.000 Euro Jahresumsatz wird die Multiple-Logik unzuverlässig. Solche Betriebe werden häufig eher über Substanzwert, Auftragsbestand und Kundenstamm verkauft, oft an einen Mitarbeiter oder Wettbewerber.

Der errechnete Wert ist ein Unternehmenswert auf schuldenfreier Basis. Vom Kaufpreis werden Finanzverbindlichkeiten abgezogen und liquide Mittel hinzugerechnet, dazu kommt eine Anpassung für abweichendes Working Capital. Der Betrag, der bei Ihnen ankommt, kann deutlich abweichen.

Vergleichen Sie es mit Ihrem Zielbetrag für den Ruhestand. Klafft eine Lücke, ist das der Auftrag für die nächsten zwölf bis 24 Monate: die Werttreiber verbessern, die im Rechner auf Nein stehen. Jeder umgestellte Faktor verschiebt die Bandbreite dauerhaft nach oben.

Hinweis: Artikel und Inhalte sind keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzen keine Beratung durch Rechts- und Steuerexperten. Multiple-Bandbreiten nach DUB KMU-Multiples, Stand Q2/2026.